![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Mit Gisela und Horst Maisack in der Pfalz Die Wanderer aus Großsachsen staunten über die Vielfalt der Slevogt'schen Bilder, als sie zum Auftakt ihrer Pfalzwanderung durch die Ausstellung in der Villa Ludwigshöhe schlenderten. Die Führung durch die Sommervilla des bayerischen Königs, der wegen seiner Affäre mit Lola Montez auf den Thron verzichten musste, war nicht minder eindrucksvoll. Nur mit großen Pantoffeln durften sie das herrliche Parkett in den prunkvollen Räumen, die Ludwig I. insgesamt nur acht Monate lang bewohnte, betreten. Der Bau hatte zahlreichen Menschen hier jahrelang Arbeit und Brot gegeben. Die Drohung, den Bau einzustellen, bewog deshalb auch die Ratsherren der umliegenden Gemeinden, dem Bayern große Wingertflächen zu verkaufen, damit er zigtausende Esskastanien anpflanzen und so italienisches Flair um sein Haus zaubern konnte. Die Frage nach einem eigenen Garten oder Park hat er allerdings mit einem Blick auf die malerisch ausgebreiteten Dörfer und Weinberge zu Füßen der Villa abgelehnt: „Ist das nicht ein herrlicher Garten?“. Großes Interesse weckte die Küche des Hauses: Mit dem Feuer des riesigen Herdes wurde ein großer Wasservorrat erhitzt. Der Rauch wurde über ein unter dem Boden geführtes System abgeführt. Dies war besonders beim Anzünden problematisch, weshalb hierzu eine ausführliche Anleitung aushängt. Die Sesselbahn trug die Wanderer gemächlich und dicht über dem Boden nach oben – über ein Meer von roten und weißen Fingerhüten. Die militärische Bedeutung der Rietburg ist gegenüber den touristischen Angeboten, einer großen Aussichts- und Restaurantterrasse untergegangen. Der Blick in die Ebene ist allerdings beeindruckend schön. Die Sonne schien und der Wanderweg durch den lichten, gelegentlich mit Kastanien und Eichen durchsetzten Kiefernwald wurde zum Hochgenuss. Picknick beim Ludwigsturm, dann ein bequemer Fußpfad ins Triefenbachtal, gelegentlich freier Blick durch eine vom Sturm gezogene Schneise ins Tal und schließlich das Forsthaus Hüttenbrunnen, eine der zahlreichen Pfälzer-Wald-Hütten, ersehnte Gelegenheit zum Trinken! Weiter führte der Weg einem idyllischen Bach entlang, immer wieder die Seite wechselnd, vorbei an einem Brunnen, dessen Wasser in Kaskaden durch den Wald stürzt, an einem pittoresken, mit Tretbooten verunstalteten Teich mit üppigen Seerosenteppichen, bis zur Straße, wo der Bus bereits wartete. Die Nichtwanderer hatten inzwischen Neustadt erkundet und wirkten sichtlich gut gelaunt. Die Schlussrast in einem respektablen Weingut in Flemlingen wurde zum krönenden Abschluss: Nicht nur der Wein war hervorragend! Der Vorsitzende Alfons Scheffold bedankte sich bei den Wanderführern Gisela und Horst Maisack für diesen herrlichen Tag und stellvertretend für alle Nichtwanderer freute sich Herbert Kadel über Gisela Maisacks viele Tipps zu den schönsten Sehenswürdigkeiten und den tollsten Eis- und sonstigen Cafés in Neustadt. ![]() ![]() |