Die RNZ berichtet am 23. Mai 2011:
Verweilen vor himmlischem Ausblick und schattigem Grün
Odenwaldklub Großsachsen spendet anlässlich seines Jubiläumsjahres drei Ruhebänke entlang des Burgenweges
Hirschberg-Großsachsen (aste). Wenn man 100 Jahre alt wird, ist das schon ein Grund zum Feiern. Insbesondere, wenn man gebürtiger Großsaasemer ist - so wie die hiesige Ortsgruppe des Odenwaldklubs. "Hier sind wir gegründet und groß geworden", wollten sich Vorsitzender Alfons Scheffold und seine Wanderfreunde nun mit einem besonderen Geschenk für ein Jahrhundert herzlicher Aufnahme bedanken. Gestern übergab die Ortsgruppe drei von ihr gestiftete Ruhebänke an der Waldgrenze über dem Ortsteil Großsachsen an Bürgermeister Manuel Just und Dr. Klaus Westmann. Ein paar Meter oberhalb des Parkplatzes "Kohlbach" an der Abzweigung Himmelswiese/Grube "Maria in der Kohlbach" wurde der Platz für die erste Bank gefunden. Auf der schattigen Lichtung empfängt den schnaufenden Wanderer auf dem aufsteigenden Weg die erholsame Kühle des schattigen Waldes. Hier kann er nun einen Moment verweilen, den Blick über das frische Grün der hohen Laubbaum-Kronen schweifen lassen und dem Zwitschern der Vögel lauschen. "Die Stille genießen und schweigen, träumen und seinen Gedanken nachhängen - oder sogar ein Nickerchen machen", nannte Scheffold schmunzelnd die vielfältigsten Nutzungsmöglichkeiten des "wunderschön gearbeiteten Sitz- und Liegemöbels". "Sie hätten kein schöneres Geschenk machen können als eine Bank", freute sich Bürgermeister Manuel Just im Namen der Hirschberger über das hübsch mit rotem Schleifchen versehene Präsent. Lade eine Bank doch stets zum Innehalten und Kraft tanken ein. Vorbei an den purpurfarbenen Kelchen des Fingerhuts, bizarren leuchtend gelben Pilzgebilden an dürren Baumrinden, mächtigen Farnen und weiß blühenden wilden Holundersträuchern führte der Weg durch den Mischwald weiter zur Himmelswiese. Als Privatgelände getarnt vermittelte bislang ein unscheinbares grünes Gitter dem Spaziergänger fälschlicherweise "Eintritt verboten" zu einem malerisch gelegenen botanischen Kleinod. Dank des Großsachsener Odenwaldklubs, dem Verein für Naturpflege und der Bürgerstiftung Hirschberg lädt nun eine Infotafel des Geo-Naturparks den Spaziergänger und Wanderer ausdrücklich ein auf den "Geo-Punkt" Gallenberg-Wiese - im Volksmund besser bekannt unter dem Namen "Himmelswiese". Auf dem im Besitz der Bürgerstiftung befindlichen und von deren Wolfgang-Maier-Unterstiftung als einzigartiges Biotop gepflegten Steilhang hat der OWK einen traumhaften Standort für die beiden anderen Bänke gefunden. Von dort oben bietet sich ein atemberaubender Blick über die ganze Rheinebene bis zum Pfälzer Wald. "Sie sind ein Geschenk zur Freude und Erbauung all derer, die hier sitzen und sich ihrer Heimat freuen, die herrliche Aussicht und die Flora dieses wunderbaren Stücks Natur bewundern", übergab Scheffold die beiden Bänke an den Vorsitzenden der Bürgerstiftung, Dr. Klaus Westmann. "Wir sind sehr glücklich, dass mit den Bänken einer der schönsten Ausblicke auf diesem Weg nun auch der Öffentlichkeit freigegeben ist", dankte Westmann für die Würdigung, die die Himmelswiese durch diese Bänke erfahre. Mit einem musikalischen Ständchen des Forstlichen Jagdhornbläser-Corps Heidelberg und einem Gläschen Rieslingschorle wurden die Bänke dann offiziell "zum Besetzen oder Belegen" freigegeben. Nicht versäumen wollte Scheffold aber auch den Dank an die Gemeindeverwaltung und die Mitarbeiter des Bauhofes, die nicht nur die Bänke aufgestellt, sondern auch die bislang völlig desolaten Treppenstufen zur Himmelswiese gerichtet hatten.