Tagesausflug in die  Pfalz am 21. Juli


Petrus war uns gnädig als wir um 9:00 Uhr an der Sachsenhalle in Großsachsen den Bus bestiegen, um zum traditionellen Tagesausflug, dieses Jahr in die Pfalz, zu  starten. Nach den heißen Tagen zuvor war der Himmel zwar bedeckt, aber die Temperatur dafür erträglich. Nachdem es auf der Fahrt einen ordentlichen Regenschauer gegeben hatte, war es trocken, als die Teilnehmer am Parkplatz Lindemannsruhe bei Bad Dürkheim eintrafen. Hier gab es zunächst einmal den obligatorischen Imbiss, lecker belegte Brötchen und Getränke. Man saß beisammen, kam ins Gespräch,  und auch die nicht mehr so aktiven Wanderer freuten sich, mal wieder bekannte Gesichter zu treffen.


Anschließend teilten sich die Teilnehmer in drei Gruppen. Wer nicht mehr ganz so gut zu Fuß war, schloss sich der Gruppe um Ulrike Pattberg zum Bismarckturm an.
Die übrigen Wanderer schlugen unter der Führung von Felicitas Gärtig zunächst gemeinsam den Weg zum Heidenfels ein, einer markanten Felsformation im Wald, die, wie der Name sagt, in vorchristlicher Zeit als keltische Kultstätte genutzt wurde. Die Vorsichtigen blieben oberhalb der Felsen –  von hier oben war der Blick frei für ein imposantes Panorama - einige stiegen auf schmalem Pfad hinab zum Fuß der Felsen, wo man den Blick auf eine Höhle im Felsen hat.  


Der weitere Weg führte wieder zurück zum Parkplatz Lindemannsruhe, wo sich ein Teil der Wanderer am Forsthaus Lindemannsruhe mit der Gruppe vom Bismarckturm traf, um nach der Mittagsrast mit dem Bus nach Freinsheim (pfälzisch „Fränsem“) zu fahren. Hier gab es eine Stadtführung. Die 1300 m lange spätgotische Stadtmauer von Freinsheim mit ihren Türmen und Toren ist fast vollständig erhalten. Besonders markant ist das „Eisentor“, durch das man zum alten Rathaus und in den malerischen alten Stadtkern gelangt. Von der Stadtführerin erfuhren die Teilnehmer viel Interessantes über die wechselhafte Geschichte des Städtchens.


Die Gruppe, die nicht nach Freinsheim fuhr, wanderte indessen durch den Wald ein Stück auf dem Pfälzer Weinsteig in Richtung Neuleiningen, um dann nach rechts in Richtung Ungeheuersee abzubiegen. Dieser romantisch gelegene See mit Schilfrändern und Seerosen wurde künstlich angelegt und diente im Mittelalter als Viehtränke, später rankten sich um diesen Platz, der wohl bei Nacht auch recht unheimlich war, verschiedene Sagen.


Nach der Mittagsrast am Ungeheuersee ging es dann stetig bergab, zuerst durch Wald,  zuletzt durch Weinberge zum Winzerort Leistadt. Beim Warten auf den Bus am Parkplatz Berntal bescherte Himmel dann einen ordentlichen Schauer und die Wanderer waren froh, als der Bus vorfuhr, um sie zur Schlussrast in das alte Kelterhaus in Kallstadt zu bringen, wo sich  dann kurz darauf auch die Freinsheimfahrer einfanden. Nach einem leckeren Abendessen und mit vielen schönen Erlebnissen ging es danach wieder zurück an die Bergstraße.                      

Felicitas Gärtig