Hier haben Sie Gelegenheit, sich über uns und unser Freizeitangebot zu informieren. Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf unserer Homepage und laden Sie herzlich ein, mit uns zu wandern, zu

.... wandern mit richtig netten Leuten.

 

 

 

17.6.2021

Spazierwanderung im 6-Mühlen-Tal in Weinheim am Dienstag, den 29. Juni 2021


Unser neues Projekt „Spazierwanderungen“ startet mit dem 6-Mühlen-Weg bei Weinheim. Die „Spazierwanderungen“ sind ein neues Angebot an Wanderer, die sich unsere längeren Wanderungen nicht mehr zutrauen oder auch an Wandereinsteiger und  -wiedereinsteiger, aber natürlich auch an alle anderen Mitglieder und Gäste. Treffpunkt ist um 9:50 Uhr am OEG-Bahnhof Großsachsen. Um 10:09 Uhr geht es mit  der OEG nach Weinheim und weiter um 10:23 Uhr mit der Buslinie 680 zur Peterskirche. 
Hier beginnt um 10:30 Uhr die Wanderung, zunächst entlang der Birkenauer Talstraße, vorbei an der Unteren und der Oberen Hildebrandschen Mühle bis zum Start des 6-Mühlen-Wegs bei den Porphyrwerken Weinheim.  Die Wanderung führt dann oberhalb des linken Weschnitzufers leicht ansteigend Richtung Sportplatz Birkenau, dann geht es wieder bergab  bis zum Ortseingang  von Birkenau. Von dort aus führt uns der Weg am linken Weschnitzufer zurück bis zur Oberen Fuchsschen Mühle. Unterwegs sieht man gut die Stauwehre, mit denen die Weschnitz für den Mühlenbetrieb gestaut wurde. An der Oberen Fuchsschen Mühle überqueren wir  die Weschnitz zur Birkenauer Talstraße und von dort geht’s dann um 13:09 Uhr mit dem Bus  und der OEG zurück nach Großsachsen. Hungrige können in Weinheim noch die Fahrt unterbrechen und zum Mittagessen einkehren. 
Die Wanderung geht über 4.8 km und dauert ca. 2 Stunden. Wir überwinden dabei ca. 100 Höhenmeter.
Anmeldungen werden bis zum 26.06. erbeten bei Felicitas Gärtig unter der Telefonnummer 06201/68120.

 


 

12.6.2021

Ansprach von Felicitas Gärtig anlässlich des 100. Jahrestages der Einweihung des Mahnmals für die Gefallenen des OWK im ersten Weltkrieg:

 

Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde

 

Wir gedenken heute des 100. Jahrestages der Einweihung des Mahnmals für die Gefallenen des OWK im ersten Weltkrieg. Man muss dabei sehen: 1911 wurde die OWK Ortsgruppe Großsachsen gegründet. Ich kenne die Zahl der Gründungsmitglieder nicht, aber die Jahre zwischen 1911 und 1914 waren von zahlreichen Aktivitäten der Mitglieder geprägt: bereits im Jahr 1912 konnte die Höllenquelle gefasst und der Allgemeinheit übergeben werden. Am 20. April 1913 war die Hundskopfhütte, eine Schutzhütte für Wanderer auf dem Hundskopf, dem Hausberg Großsachsens, fertiggestellt und wurde festlich eingeweiht. 
Der Verein pflegte eine rege Wandertätigkeit, doch 1915 mussten die "programmmäßigen Wanderungen" eingestellt werden, da 75 % der Mitglieder zum Kriegsdienst eingezogen waren.

Wenden wir uns den Menschen zu, derer auf diesem Stein gedacht wird. Hier stehen 18 Namen.
Wir wissen nicht, ob sie sich in der Kriegsbegeisterung des Jahres 2014 freiwillig gemeldet haben oder eingezogen wurden, wir wissen nur, dass sie nicht zurückkehrten.

Walter Helfert hat sich die Mühe gemacht, die Todesdaten mit den Geburtsdaten abzugleichen: der Älteste fiel mit 37  Jahren, der Jüngste mit 22 Jahren. Diese Männer waren in einem Alter, in dem man anfängt, seinen Platz im Leben zu finden oder ihn bereits gefunden hat. Vielleicht hatten einige gerade geheiratet oder eine Familie gegründet – darüber kann man nur mutmaßen. In einem alten Kästchen stieß ich auf Feldpostbriefe, die einige der Soldaten an den  damaligen Vorstand des OWK gerichtet hatten, meist von der Westfront. Diese drückten eine enge Verbundenheit mit dem Verein aus. 1921, 3 Jahre nach Kriegsende, hat man dann die gefallenen Mitglieder mit diesem Gedenkstein geehrt. Ich kenne die Mitgliederzahl im OWK 1914 nicht, aber 18 Menschen auf diese Art zu verlieren, hat den jungen Verein schwer getroffen.

Man weiß, dass der Kriegsbeginn im Sommer 1914 in manchen Kreisen der Bevölkerung von einer großen Kriegsbegeisterung geprägt war. Im Vertrauen auf die militärische Überlegenheit der eigenen Nation rechnete man damit, im Winter zurückzukehren, niemand ahnte, dass dieser Krieg vier Jahre dauern würde mit weltweiten Verwicklungen und dass am Ende die totale Niederlage Deutschlands stehen würde.

Der Krieg, in den man mit so großem Enthusiasmus gezogen war, hinterließ bei denen, die ihn überlebten, bittere Ernüchterung. Leider sollten die Kriegsfolgen und vor allem die Bedingungen, die Deutschland im Friedensvertrag von Versailles akzeptieren musste sowie die wirtschaftlichen Folgen, die sich daraus ergaben, dazu führen, dass nur einige Jahre später eine Bewegung erstarken konnte, die nicht nur von einem extremen Nationalismus geprägt wurde, sondern auch zutiefst rassistisch war. Und diese nationalsozialistische Ideologie  führte Deutschland nur 21 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkriegs in einen noch verheerenderen weltweiten Flächenbrand, in dem weltweit über 70 Millionen Menschen ihr Leben lassen mussten, einen Krieg, der sich nicht nur an den Fronten abspielte, sondern der als Luftkrieg auch viele Todesopfer in der Zivilbevölkerung aller kriegsbeteiligten Länder forderte und wiederum kehrten auch viele Mitglieder der Ortsgruppe Großsachsen nicht zurück.

Ab 1939 hatte der Verein zwar noch Mitglieder, offizielle Wanderungen gab es jedoch nicht mehr. Beim Einmarsch der Amerikaner im April 1945 wurden alle Klubunterlagen vernichtet. Doch 1953 erwachte die Ortsgtuppe zu neuem Leben und erlebte unter den Vorsitzenden Eyermann, Haag, Naß und Scheffold nach zwei Weltkriegen eine neue Blüte mit einem großen Angebot an Wanderungen und Ausflügen und reger Beteiligung auch an den Festen der Gemeinde im Jahresablauf.

Doch die Geschichte hat auch unseren Verein auf grausame Art gelehrt, was Krieg bedeutet.
Viele von den Älteren unter Euch haben als Kinder noch die Schrecken des 2. Weltkrieges kennengelernt.
Ich selbst hatte das große Glück, fast 70 Jahre alt zu werden, ohne einen Krieg miterleben zu müssen. Zumindest die Völker Westeuropas haben einen Weg gefunden, sich friedlich zu verständigen, wenn auch nicht immer reibungslos. Wir sollten für die letzten 76 Jahre in Frieden sehr dankbar sein!

Ich bitte Euch nun, eine Minute innezuhalten und der Toten, die auf diesem Stein genannt werden, zu gedenken und wir sollten in dieses Gedenken auch diejenigen einschließen, die im 2. Weltkrieg ihr Leben lassen mussten.

Ich danke Euch!

 

27.5.2021

Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde,

in einer Beilage zur Dorflinde hatte ich ja schon Anfang dieses Jahres auf die Problematik der Durchführung unserer diesjährigen Mitgliederversammlung in Anbetracht der Pandemielage hingewiesen. Es wurde in diesem Schreiben der 25. Juni als Termin ins Auge gefasst. Leider ist derzeit immer noch nicht abzusehen, ob bis Ende Juni wieder Versammlungen möglich sind. Auch braucht die Versammlung ja eine bestimmte Vorlaufszeit und viele werden sich, auch wenn es möglich sein sollte, noch nicht auf derartige Veranstaltungen trauen. Deshalb hat sich der Vorstand dafür ausgesprochen, die Mitgliederversammlung auf den Herbst zu verschieben in der Hoffnung, dass sich die Situation bis dahin entschärft hat und wir alle außerdem bis dahin geimpft  sind. Ich bitte um Euer Verständnis!

Zeit, Ort und Tagesordnungspunkte werden Euch rechtzeitig zugehen!

Liebe Grüße

Felicitas Gärtig

(Vorsitzende)

 
 
17.5.2021

Das Jahr der Jubiläen 2021

Am 5. Juni 1921 wurde das Ehrenmal bei der Kunz’schen Mühle zu Ehren der gefallenen Mitglieder des OWK und des Gemeinnützigen Vereins Großsachsen eingeweiht. Da der Gemeinnützige Verein sich schon bald danach aufgelöst hat, hat die Ortsgruppe Großsachsen des OWK die Pflege übernommen und darf jetzt auf 100 Jahre Hege und Pflege zurückblicken.

Im Zeitungsartikel des „Weinheimer Anzeigers“ vom 10. Juli 1921 ist unter anderem die Feier als „dem ganzen Sinn entsprechend einfach und schlicht“ beschrieben. Das werden wir auch zum 100. Einweihungsjubiläum so halten.

Das nächste Jubiläum ist dann 110 Jahre Ortsgruppe Großsachsen. Man nimmt das Jahr 1911 als Gründungsjahr an, Unterlagen über den genauen Ort und den Zeitpunkt kennt man nicht. Hier wird voraussichtlich Ende des Jahres eine Jubiläumsfeier (soweit es CORONA zulässt) stattfinden.

In unserem Schaukasten in der Breitgasse wird aktuell sehr anschaulich dargestellt, wie viele Opfer der Erste Weltkrieg unter den jungen OWK-lern gefordert hat. Viele Familiennamen von den Gefallenen gibt es heute noch in Großsachsen.

Dies sei nun erst einmal der Anfang einer über mehrere Artikel geplanten Serie zum OWK Großsachen.

 


 
 
 
 
 
 
 
Counter/Zähler