Bilder / Berichte von 2022

 


 

Ausflug des Odenwaldklubs Großsachsen in die Mehlinger Heide

 

Lange stand die Frage im Raum: wird es wieder so heiß sein? Doch als am Morgen des 6. August die Gruppe des Odenwaldklubs Goßsachsen mit dem Bus zu Ihrem Tagesausflug in die Mehlinger Heide startete, gab es ein Aufatmen, es hatte sich auf 23 C abgekühlt und es ging ein leichter Wind. Ideale Voraussetzungen also für den ersten Programmpunkt, eine Wanderung durch die Mehlinger Heide bei Kaiserslautern. Die Wanderung begann auf dem Heidelehrpfad, wo es schon erste blühende Erika zu sehen gab, dann ging es über die Autobahnbrücke bis zum Aussichtspunkt, wo man  einen herrlichen Ausblick auf die ausgedehnte Heidelandschaft hatte. Die Mehlinger Heide gilt als eine der größten Heidelandschaften Süddeutschlands und entstand auf einem Areal, das fast hundert Jahre lang als Truppenübungsplatz genutzt wurde. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung 1994 entwickelte sich auf ca. 400 Hektar die Heidelandschaft, die 2001 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde. Am Aussichtspunkt teilte sich die Gruppe. Die Wenigwanderer wanderten durch die Heidelandschaft zum Jüdischen Friedhof am Rande der Heide, die anderen Wanderer liefen auf dem Heiderundweg durch Heide und Wald.

Nach dem Mittagessen im Biergarten der Flammkuchenhütte ging es weiter nach Kaiserslautern in den Japanischen Garten. Dieser entstand im Rahmen der Städtepartnerschaft zwischen Kaiserslautern und der japanischen Stadt Bunkyo und wurde im Jahr 2000 eröffnet. Typische Elemente wie ein Koiteich, Bachläufe, Wasserfälle, ein Teehaus, Großbonsais, ein Berggarten und Steinlaternen prägen den Garten. Hier war die Möglichkeit, nach der Wanderung am Vormittag auf einer der vielen Bänke zu entspannen.

Ein letztes Highlight des Ausflugs war der Besuch im malerischen Städtchen Otterberg mit seiner monumentalen Zisterzienserabteikirche. Monika Schmidt erläuterte anhand des Steins auf dem Vorplatz der Kirche die Geschichte der Stadt, die eng mit den Ereignissen der Reformation verbunden ist. Nach der Auflösung des Zisterzienserklosters 1561 bot der Kurfürst wallonischen Hugenotten auf dem Klostergelände Zuflucht. Straßennamen wie Wallonenstraße erinnern daran.

Nach vielen schönen Eindrücken ging es nach dem Abendessen in Otterberg  zurück nach Großsachsen.

 

 


 

Touren dem Durchschnitt des Alters angepasst

 

Bei Festabend im Hotel „Krone“ ehrt der Großsachsener Odenwaldklub verdiente Mitglieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seit 111 Jahren gibt es den Odenwaldklub Großsachsen. Obwohl der genaue Gründungstag nicht bekannt ist, hat der Odenwaldklub doch einen Nachweis, um dieses Jubiläum zu feiern. In seinem Archiv ist eine Ansichtskarte aus Oberfinkenbach (heute zur Gemeinde Oberzent gehörend), auf der im Poststempel das Jahr 1911 zu erkennen ist. Die Anschrift auf dieser alten Ansichtskarte lautet: „Verehrl. Ortsgruppe des Odenwald-Klub Großsachsen /Baden Gasthaus zur Krone“. Der Text lautet: „Haben soeben 11.05 Finkenbach passiert u. senden die besten Grüße. W. Hartmann J. Plaicher Sehr schön ist‘s hier“.

 

Blick in die Historie

 

Der Jubiläumsabend im festlich geschmückten und umgebauten Saal der „Krone“, des Gründungslokals, wurde eingeleitet durch das Flöten-ensemble der Musikschule Weinheim unter der Leitung von Ursula Naß. Die Vorsitzende, Felicitas Gärtig, begrüßte anschließend die Anwesenden. Besonders Bürgermeister Ralf Gänshirt, den Ehrenbürgermeister Werner Oeldorf, den Bezirksvorsitzenden des OWK-Bezirks 8, Horst Schmidt, sowie den Vorgänger im Amt als Vorsitzender, Alfons Scheffold. Als Ehrenmitglieder Helga Haag, Hildegard und Franco Chierice sowie Erna Hahn. Der Ehrenvorsitzende Erwin Naß sowie Trudi März konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht am Jubiläum teilnehmen. Es folgten ein paar Worte zur Geschichte des Odenwaldklubs, der 1911 unter der Patenschaft des OWK Mannheim gegründet wurde. Die ersten drei Jahre waren von zahlreichen Aktivitäten geprägt. Es wurde die Höllenquelle (nahe der Kunz’schen Mühle) eingefasst. 1913 konnte die „Hundskopfhütte“ eingeweiht werden.

 

1953 beginnt der Wiederaufbau

 

Der 1. Weltkrieg machte den Wanderaktivitäten ein Ende. 22 junge Männer mussten ihr Leben lassen. Daran erinnert das 1921 errichtete Ehrenmal bei der Kunz’schen Mühle. Im Juni des letzten Jahres wurde in einer kleinen, pandemiebedingt schlichten Feier das 100-jährige Jubiläum dieser Gedenkstätte begangen. Zwischen den Weltkriegen wurden die Vereinsaktivitäten wieder aufgenommen. Die Hundskopfhütte wurde instand gesetzt und der Verein unterstützte die Instandhaltung von Ruhebänken in der Gemeinde. Man weiß wenig über diese Zeit, da beim Einmarsch der Amerikaner 1945 alle Klubunterlagen vernichtet wurden. Auch die Hundskopfhütte, ehemals der Stolz des Klubs, war in den Kriegs- und Nachkriegswirren geplündert worden und ist verfallen. 1953 begann der Wiederaufbau der Ortsgruppe unter der Leitung von Karl Eyermann und Adam Haag. Auf eine 30-jährige Amtszeit (1975-2005) darf heute der Ehrenvorsitzende Erwin Naß stolz sein. In seiner Amtszeit wurden erstmals mehrtägige Wanderreisen durchgeführt, die sich auch noch heute großer Beliebtheit erfreuen. Seit 1979 beteiligte sich der OWK Großsachsen mit großem Erfolg am „Großsaasemer Gassefest“. 2005 übernahm Alfons Scheffold den Vorsitz.

In seine Amtszeit fiel das 100-jährige Jubiläum. Er ist verantwortlich für die jährlich erscheinende Großsachsener Wanderzeitung. Auch zur technischen Entwicklung trug er bei, indem er die Homepage des Vereins einführte und betreute. 2015 löste Felicitas Gärtig ihn im Amt des Vorsitzenden ab. Obwohl in den letzten zehn Jahren 44 neue Mitglieder gewonnen wurden, konnte der Verein nicht verhindern, dass der Altersdurchschnitt kontinuierlich nach oben ging. Dieser Situation wurde Rechnung getragen, indem kürzere Spazierwanderungen und die Seniorenwanderungen eingeführt wurden. Zum Abschluss wurden alle Anwesenden gebeten, mit einem Glas Sekt auf das Jubiläum anzustoßen.

Es folgten die Grußworte des Bürgermeisters in Verbindung mit einer Geldspende der Gemeinde. Anschließend wünschte der Vorsitzende des Bezirks 8, Schmidt, weiterhin schöne Erlebnisse bei den verschiedenen Wanderungen und den jährlichen „Kultur- und Wanderfahrten“. Jetzt stand die Wandererehrung auf dem Programm.

Neu eingeführt wurden die separaten Auszeichnungen für Senioren. Außerdem wurden, pandemiebedingt, die Jahre 2020 und 2021 zusammengefasst. Bei den Senioren erhielten Meta Zöller, Erna Hahn, Helga Haag und Hildegard Chierici ihre Anerkennungen. Bei den Monatswanderungen waren es Friedrich Kreis, Walter Helfert, Ute Pirngruber, Karin Helfert, Christa Schmidt, Eugen Stadler, Angelika Stabenow, Horst Schmidt und mit weitem Abstand Felicitas Gärtig. Nach dem üblichen Fototermin wurde die Feier mit drei weiteren Musikstücken der Flötengruppe fortgesetzt. Zum Abschluss des ersten Teils des Jubiläums wurde eine kleine Präsentation der letzten beiden Jahre auf eine Leinwand gezaubert.

Sketche in Oureweller Mundart

Für den zweiten Teil hatte der OWK die beiden Mundartkomödianten Anja Blesing und Bernd Ginader zu einem Sketch in „Oureweller“ Mundart eingeladen. Die in Mörlenbach und Bonsweiher lebenden Künstler haben auch die Texte auf die „Babbelbox“ des neu eingerichteten Mundartwanderwegs gesprochen, der von der Juhöhe Richtung Mörlenbach und Rimbach und wieder zurück zum Ausgangspunkt neu angelegt wurde. Verdiente Mitglieder des Vereins, die ihre Zeit in besonderer Weise dem Verein zur Verfügung stellten, bekamen anschließend Blumen oder Verzehrgutscheine. Den Abschluss bildete eine weitere Diashow über die Kultur- und Wanderwoche 2021 in der „Franche- Comté“.

 

( Text / Bild: Weinheimer Nachrichten )

 


 

Horst F. Schmidt neuer Vorsitzender des Bezirks 8

 

In der von der stellvertretenden Vorsitzenden des OWK, Frau Ingrid Welz, geleiteten Sitzung im Hirschberger Ortsteil Leutershausen, wurde nach der Begrüßung auf den Odenwälder Wandertag hingewiesen. Es solle doch bitte jede Ortsgruppe den Termin Sonntag 3. Juli 2022 möglichst in den Wanderplan einfließen lassen. Anmeldungen lagen aus.
Die Ausrichtung der Jahreshauptversammlung des OWK am 9 April, hat die Ortsgruppe Mörlenbach übernommen. Es wird die gesamte Vorstandschaft neu gewählt werden.
Neuwahl des Vorsitzenden des Bezirks 8, der von Lampertheim im Norden bis Schriesheim im Süden und Mannheim im Westen bis Oberflockenbach im Osten reicht, stand auf der Tagesordnung. Horst Schmidt, ein Mitglied der Ortsgruppe Großsachsen, wurde ohne Gegenkandidat zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er übernahm diese Aufgabe von Volker Bratfisch aus Weinheim.
Ingrid Welz dankte Horst Schmidt und überbrachte ihm die herzlichsten Glückwünsche des OWK-Vorstandes und wünschte dem Neuen Vorsitzenden ein glückliches Händchen bei der Ausübung dieses Amtes. 
Am Ende der Sondertagung referierte der neu gewählte Berzirksvorsitzende, Herr Horst F. Schmidt, über das Projekt «Anlegen eines Klimawaldes» im Schriesheimer Forst, das vom ehemalige staatliche Förster, Herr Emil Kling, an den OWK herangetragen wurde. 
Leider musste die erste Begehung des Waldes wegen der großen Sturmgefahr abgesagt werden.